Immer wieder Sonntags

Ich versuche mich einfach mal an einem: Immer wieder Sonntags-Post. Allerdings ganz ohne Bilder. Es sind einfach keine Bilder entstanden….Es ist also kein aufregender Blog hier. Soll er ja auch gar nicht sein. Er ist schlicht und ergreifend einfach nur ein Blog, mein Blog und ich will mit diesem Blog auch nix erreichen. Nur schreiben wenn ich Lust dazu habe 😉

Gesehen: Die Sonne und blauen Himmel… nach längerer Zeit auch mal wieder 😀

 

Gehört: Musik auf dem Weg zum Stall im Autoradio

Gelesen: Buch aus der Himmelreich Serie zu Ende gelesen auf meinem Kindle und meine liebsten Frauenzeitschriften: Lisa, Lea, Laura
Getan: wir sind wie jeden Sonntag im Reitstall gewesen und haben unsere Reitstunde gehabt

Gegessen: Kurzerhand vier Bratwürste aufgetaut und die auf den Gasgrill geschmissen und die dann später im Brötchen gegessen. Wir waren einfach zu faul zum kochen 😀

Getrunken: selbstgemachten Smoothie aus Wassermelone, Saft aus zwei Orangen, Erdbeeren und Himbeeren (lecker!)
Gedacht: Das Urlaub zum jetzigen Zeitpunkt einfach toll wäre…. wir sind einfach mehr als urlaubsreif.

Gefreut: Das der Sommer diese Woche etwas mehr zurückkommen soll
Geärgert: kein Geld für Urlaub zu haben (leider eine traurige Tatsache)

Gewünscht: Das der Arbeitgeber sich meldet, bei dem Mann in der vergangenen Woche ein Vorstellungsgespräch hätte und er die Stelle bekommt

Gekauft: Nüscht

Geklickt: durch diverse Last Minute Angebote und gespäter Geheult, weil einfach kein Urlaub mit Geld in Sicht ist…

Gestaunt: über so einige Menschen.. allerdings nicht positiv 😀

Die Schnelllebigkeit unserer Zeit

Unsere heutige Zeit ist eine sehr sehr schnelllebige Zeit.

In den Zeiten des Internets erst Recht. Was gestern wo geschrieben stand, ist heute schon vergessen. Ok, manches vergisst das Internet natürlich nie 😉 Aber das ist auch etwas anderes.

Aber in den Zeiten mit dem Internet ist so vieles schnell da, aber auch schnell wieder weg. Ich mag das Internet. Sehr sogar. Ich bin auch täglich im Internet. Um zu surfen, zu schauen, Informationen zu holen und zu bekommen und um die Social Medien zu nutzen. Sei es hier Instagram, Facebook, Twitter oder auch Snapchat. Bei Instagram bin ich wohl am aktivsten, danach folgt Facebook. Twitter finde ich praktisch, weil man so manche Nachricht dort schneller mitbekommt. Ich bin auch schon lange im Internet unterwegs. Bin ja auch schon älter 😉 Früher viel gechattet und lustige Abende im Internet, im Chat, verbracht. Schon damals und mit der Zeit festgestellt: Internet ist Fluch und Segen zugleich. Man kann schnell Informationen bekommen, man kann leicht und einfach Kontakt halten oder auch neue Kontakte knüpfen. Da aber kommt nun die Schnelllebigkeit mit ins Boot hinein. Jemanden, den man schnell mal kennengelernt hat im Netz ist unter Umständen auch schnell wieder verschwunden. In manchem Chat benötigte es da nur die Betätigung des Knopfes: Chat verlassen. Oder einfach sich löschen und sich neu registrieren. Kaum glaubte man jemanden zu kennen, war mitunter die Person auch schon wieder verschwunden. Manche finden ihre große Liebe im Netz und ja, ich kann mir vorstellen, dass es so etwas durchaus gibt. Viele finden auch neue Bekannte/Freunde im Netz und auch hier glaube ich, dass es so etwas durchaus gibt. Bekannte finden eh. Das geht schnell und die bleiben auch. Freunde? Das ist nur eine Handvoll. Denke ich. Auch hier gibt es bestimmt Ausnahmen. Aber wenn ich so zurück denke an meine bisherige Zeit im Netz, dann muss ich sagen: meine Freunde habe ich im realen Leben kennengelernt und da sind die meisten von auch immer noch in meinem Leben. Sei es meine Freundin aus Kindergartenzeit oder meine Freundin von der Arbeit. Sei es meine Freundin, die mittlerweile nicht mehr in Düsseldorf lebt, sondern in Berlin. Freunde aus dem Netz? Gab es durchaus einige und viele. Zu manchen mehr Kontakt, zu manchen nur kurze Zeit engen Kontakt. Aber im Grunde genommen ist keiner wirklich noch da. Oder es hat sich von Freundschaft in Bekanntschaft gewandelt. Es ist zum größten Teil auch okay so. Es ist ja toll, dass man viele neue Leute kennenlernen kann. Nur schade ist es schon, dass so manche dann einfach irgendwie vergessen sind oder vergessen werden. Wo vorher ein engerer Kontakt geherrscht hat und auf einmal Stille ist, dann ist es traurig. Natürlich entwickeln sich viele Leute ja auch weiter und das ist auch gut so. Denn so wie das Leben sich weiter dreht und sich weiter entwickelt, so entwickelt man sich ja selbst auch. Stillstand ist schön und gut, aber auch langweilig und auch nicht gut für einen selbst.

Natürlich sind manche Freundschaften und Bekanntschaften es auch nicht unbedingt wert oder es war halt für die Zeit okay und gut und eine Bereicherung für das Leben. Aber manchmal tut es auch weh. Man fühlt sich aufs Abstellgleis abgestellt. Man hat sich angefreundet und aus Bekannten sind sowas wie Freunde geworden. Man hat sich getroffen, man mag sich. Man hat sich Sachen erzählt und anvertraut. Und auf einmal ist alles irgendwie anders. Der eigene Alltag nimmt einen mit und man merkt gar nicht,wie sehr die Zeit vergeht. Es gibt Vorfälle im eigenen Leben, wo auf einmal alles anders ist. So schleichen sich manche Freunde aus dem Leben. Ein schleichender Prozeß.  Liegt es an einem selbst? Liegt es am anderen? Woran liegt es? Ich glaube, dafür gibt es keine Antworten. Bei dem einen liegt es an einem selbst, bei dem anderen an anderen Faktoren. Aber dieses Phänomen habe ich hauptsächlich im Internet kennengelernt. Wer heute noch in ist und aktuell, ist morgen schon wieder vergessen. Überspitzt gesehen. Mit dem man heute noch befreundet ist, auch eng, mit dem kann nach einiger Zeit alles anders sein. Ist es das, weil man mitunter nicht in der gleichen Stadt lebt? Ich denke, dass macht auch viel aus. Natürlich kann man sich schneller treffen und sehen oder was ausmachen. Es muss nicht so geplant werden, als wenn man z.B. eine Stunde oder zwei Stunden fahren muss. Wenn man es bei manchen so beobachtet, dann weiß man auch, dass es auch immer so weitergehen wird. Manche bleiben, manche gehen oder manche begleiten einen ein Stück des Lebens etwas enger und dann lockerer.

So werden auch in mein Leben Menschen treten und manche mich eine Zeitlang begleiten. Mein Leben bunt machen, es bereichern. Schöne Zeiten einen erleben lassen. Manchmal wird es weh tun, wenn jemand sich etwas entfernt. Denn wir als Menschen haben ja Gefühle und entwickeln auch Gefühle für den anderen. Man ist sich symphatisch, man mag sich. Warum sonst vertraut man sich manches vielleicht an? Dann ist es auch schade, wenn aus einer Freundschaft eine Bekanntschaft wird. Aber man kann keinen Menschen zwingen bei einem zu bleiben. Oder miteinander befreundet zu bleiben. Freundschaft im Netz? Durchaus möglich, aber meine wahren und echten Freunde sind zwar im Netz, ich habe sie dort allerdings nicht gefunden.

 

 

Heute wäre dein Geburtstag

Mein Papili…

heute ist der 01.06.2016. Das Datum 01.06. habe ich immer total gemocht. Warum? Weil es dein Geburtstag ist.

Allerdings ist es der 1. Geburtstag ohne dich. Wir können dir heute nicht mehr persönlich gratulieren. Dich in den Arm nehmen. Wie gern habe ich dich in Arm genommen. Gedrückt und geherzt und deine Wange geküsst. Deine Wange gestreichelt.

Fast 10 Monate sind wir nun ohne dich. So langsam beginnt nun die Zeit der Tage, die man nie erleben möchte. Die Erinnerungen kommen hoch: dein Geburtstag, der Tag, an dem du ins Krankenhaus gekommen bist, der Tag der Diagnose und vier Wochen später dein Tod.

Erinnerungen kommen hoch und brechen auf. Die Trauer, die einen umgibt, wird wieder etwas stärker. Ich weiß sehr wohl, dass dir sehr sehr viel erspart geblieben ist. Ein jahrelanger Kampf z.B.. Aber ist das tröstend? Tröstender? Jein. Sicherlich bin ich froh zu wissen, dass du nicht hast leiden müssen. Aber mit dieser Diagnose konfrontiert werden und dann keine Möglichkeit für einen Kampf? Es ging alles so dermaßen schnell.

Ich habe letztens von dir geträumt Papa. Es war so schön. Du warst auf einmal da. Du hast ausgesehen, wie bei meiner Hochzeit. Du hast vor mir gestanden, ich hab deine Wange gestreichelt und gebusselt und du hast mich ganz ganz fest in den Arm genommen.

Nun bist du dort auf der anderen Seite. Ja, ich glaube daran, dass es so etwas irgendwie gibt. Du beobachtest uns von dort. Ich rede oft mit dir. Warum auch nicht? Du hast schließlich nur die Seiten gewechselt.

Mein Papili, gerne hätte ich bzw wir Kuchen für dich gebacken. So wie du ihn gerne hattest. Etwas detschig, matschig innen. Nicht viel, nur leicht. Gerne wären wir heute zu euch gefahren. Nun schaue ich dein Bild an und streichel deine Wange. Da wo du jetzt bist Papa, sind ja noch ein paar mehr. Ich denke mal, dass euch Geburtstage nicht mehr wichtig sind. Aber feiert euch trotzdem. Feiert euch, das Leben.

Deine Spuren sind fest in meinem Herzen. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Papa.